Fotografen

Ralf Gantzhorn

„Gute Bilder sind - neben einer guten Kletterroute - der einzig vernünftige Grund früh aufzustehen.“

RALF GANTZHORN,
Jahrgang 1964, Diplom-Geologe – und sogar als Geologe tätig (Gutachter im Altlastenbereich), klettert seit 1983, fotografiert seit 1985, als Norddeutscher immer hin und her gerissen zwischen den viel zu weit entfernten Bergen und der frischen Seeluft. Kompromisse findet er in Skandinavien, Schottland und Patagonien (dort hat er mittlerweile über drei Jahre verbracht), organisiert mit Vorliebe Fahrten in Gebiete, in denen an jeder Ecke unbekannte, nicht 1000-fach abgeknipste Ansichten locken, empfindet seine Bilder häufig als viel zu statisch, freut sich aber dann doch über die vielen Dreiecke im Aufbau und das tolle Licht...


Ralf Gantzhorn wohnt aus Überzeugung in Hamburg an der norddeutschen Waterkant. Er bleibt also seinen Wurzeln treu, wenn er bevorzugt in Länder wie Schottland, Norwegen oder Patagonien fährt. Nicht nur Meer und Berge bilden eine Einheit, auch die Wassersportart "Segeln" ist zwingend erforderlich, um zu den gesuchten Erhebungen zu gelangen...
1995 und 1998 wurden mit dem Gaffelkutter "Eda Frandsen" die Äußeren Hebriden am Westende Schottlands besucht. Drei Milliarden Jahre alter Gneis und sein Widerpart, die rauhen Wasser des Nordatlantik, prägen die monumentale Architektur am Rande Europas. In die bis zu 200 Meter hohen Wände wurde direkt aus dem Schlauchboot eingestiegen, ohne vorherige Erkundung der Routen. Herausgekommen sind diverse Klettereien zwischen dem V. und VIII. Grad - gemäß der schottischen Kletterethik alle "clean".
1999 konnte sich Gantzhorn einen alten Traum erfüllen: die bergsteigerische Erkundung der Darwin-Kordilliere im Westen Feuerlands. Dort schießen bis zu 2500m hohe Berge plötzlich und ohne Übergang direkt an versteckten Fjorden empor, liegen rauhe Küstenlandschaften direkt neben hochalpin anmutenden Gletschern, die sich ins Meer ergießen, während nur wenige Schritte weiter immergrüner Regenwald und eine hochspezialisierte Bergflora existieren. Und 2010 war es endlich soweit: im vierten Anlauf konnte die Besteigung des dominierenden Berges dieser Region, des Monte Sarmiento realisiert werden.
Aber glücklicherweise gehen Ralf die Träume nie aus...


So ist er immer wieder auch mit der Familie unterwegs. Seine Partnerin und die drei Kinder wollen schließlich auch etwas von der weiten Welt und den Naturschönheiten mitbekommen.


www.ralf-gantzhorn.de

Ralf Gantzhorn
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